Nicht nur Früchte können Farbnamen sein – auch Blumen und Kräuter haben Farben ihren Namen gegeben. Rosenrosa und Pfirsich sind bekannte Beispiele. Das eine ist eine Blume, das andere eine Frucht – und doch denken wir bei beiden sofort an einen ganz bestimmten Farbton.
Es macht Spaß zu entdecken, dass viele Farben, mit denen wir unsere Wände streichen oder unsere Kleidung auswählen, ihren Namen von Blumen und Pflanzen erhalten haben.
Zuerst gab es den Salbei, dann die Farbe Salbeigrün. Dasselbe gilt für Orange und Flieder. Manche Farbnamen stammen nicht direkt von der Pflanze selbst, sondern von natürlichen Farbstoffen – wie Indigo. Andere Bezeichnungen, etwa Eukalyptusgrün, sind vergleichsweise modern.
Rosenrosa
Ein Klassiker unter den Farbnamen. Die Rose hat nicht nur einer Farbe ihren Namen gegeben, sondern auch Varianten wie Roségold oder Roséwein inspiriert.
Violett
Benannt nach dem zarten Veilchen. Der Farbton liegt zwischen Blau und Lila und erinnert an die kleinen Waldblumen.
Flieder
Ein sanftes Helllila mit einem Hauch Grau. Genau wie die Frühlingsblüten des Flieders wirkt diese Farbe weicher und dezenter als Violett.
Fuchsia
Ein kräftiges Pink mit violettem Unterton, das teilweise sogar ins Rötliche übergeht. Die Farbe fällt sofort ins Auge und eignet sich auch hervorragend für Farbverläufe von Hell- bis Dunkelpink.
Salbeigrün
Ein sanftes Graugrün, das aus modernen Küchen kaum wegzudenken ist – sowohl als Wand- oder Möbelfarbe als auch als aromatisches Küchenkraut.
Olivgrün
Ein warmes, erdiges Grün mit bräunlichem Einschlag, inspiriert von unreifen Oliven.
Farngrün
Ein frisches Mittelgrün, das deutlich lebendiger wirkt als Salbeigrün und sofort an Wälder und Natur erinnert.
Eukalyptusgrün
Ein silbrig-kühler Grünton, der Salbeigrün ähnelt, jedoch einen deutlich frischeren Charakter besitzt.
Moosgrün
Ein ruhiges, natürliches Grün, wie man es von schattigen Felsen und alten Baumstämmen kennt. Rustikaler als Salbeigrün und heller als Olivgrün.
Pfirsich
Ein zarter Orange-Rosa-Ton, der an die Schale eines reifen Pfirsichs erinnert und sofort Sommergefühle weckt.
Pflaume
Ein tiefes Rotviolett mit eleganter und ausdrucksstarker Wirkung – perfekt für ein stilvolles Ambiente.
Apricot
Etwas heller und sanfter als Pfirsich. Ein blasses Orange mit einem feinen Rosastich.
Kirschrot
Ein kräftiges Rot, benannt nach reifen Kirschen. Auffällig und intensiv, aber etwas dunkler als klassisches Feuerrot.
Aubergine
Ein dunkler, sattvioletter Farbton, der von der Schale der Aubergine inspiriert wurde und besonders edel wirkt.
Magenta
Obwohl die Farbe an Fuchsia erinnert, stammt ihr Name nicht von einer Pflanze. Er geht auf die Schlacht von Magenta im Jahr 1859 zurück – im selben Jahr wurde auch der entsprechende Farbstoff entwickelt.
Koralle
Der Farbname leitet sich von Korallen ab – also von Meerestieren, nicht von Pflanzen oder Früchten.
Türkis (Teal)
Der englische Farbname Teal stammt von der Krickente, einer Entenart mit einem charakteristischen blaugrünen Federstreifen am Kopf.
Vielleicht hast du beim Lesen bereits deine Lieblingsfarbe entdeckt. Allerdings kommt nicht jeder Farbton auch in Blumen vor.
Pfingstrosen
Mit ihren großen, üppigen Blüten gehören Pfingstrosen zu den beliebtesten Frühlingsblumen. Ihre Saison ist kurz – meist von April bis Juni, mit dem Höhepunkt im Mai. Erhältlich sind sie vor allem in Rosa, Bordeaux und Weiß.
Rosen
Der Klassiker unter den Schnittblumen. Besonders bekannt sind rote Rosen als Symbol der Liebe. Beliebt sind aber auch gelbe, weiße und rosafarbene Sorten.
Nelken
Nelken gibt es in Weiß, Rosa, Rot und zahlreichen zweifarbigen Varianten. Sie sind besonders beliebt für bunte Blumensträuße.
Freesien
Schlank, elegant und wunderbar duftend. Freesien sind in Weiß, Gelb, Rosa, Flieder und Rot erhältlich und bringen Leichtigkeit in jedes Bouquet.
Gerbera
Ob zarte Pastelltöne oder kräftige warme Farben – Gerbera überzeugen mit ihrer großen Farbvielfalt und ihrer fröhlichen Ausstrahlung.
Lilien
Ein persönlicher Favorit – sowohl einzeln als auch in gemischten Sträußen. Ihre großen Blüten wirken besonders edel in Weiß, Rosa, Orange oder Dunkelrot.
Diese Blumen lassen sich hervorragend miteinander kombinieren. Häufig werden sie mit verschiedenen Grünpflanzen wie Farn arrangiert. Das Blattgrün schafft einen harmonischen Kontrast, bringt die Blüten noch besser zur Geltung und sorgt besonders bei farblich abgestimmten Sträußen für ein stimmiges Gesamtbild.
Am Anfang standen immer die Pflanze, die Blume oder die Frucht. Erst später wurden die Farben nach ihnen benannt. Aus dieser einfachen Entwicklung sind viele der Farbnamen entstanden, die wir heute ganz selbstverständlich verwenden – sogar moderne Bezeichnungen wie Wasabigrün.
Doch Blumen faszinieren nicht nur durch ihre Farben. Wenn du mehr über ihre Herkunft, Eigenschaften und Symbolik erfahren möchtest, wirf einen Blick in unser Blumenlexikon.