Blumenampeln sind eine tolle Möglichkeit, Garten, Balkon oder Terrasse mit Farbe und schönen Blüten zu bereichern. Damit sie lange schön bleiben, brauchen sie allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit als Pflanzen, die direkt im Boden wachsen. Da sie erhöht hängen, nur eine begrenzte Menge Erde zur Verfügung haben und gleichzeitig Sonne und Wind ausgesetzt sind, können sie überraschend schnell austrocknen.
Wie oft sie gegossen werden müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Unser Blumenexperte David Denyer erklärt dir in diesem Artikel, worauf es dabei ankommt.

Bei heißem Wetter müssen Blumenampeln wahrscheinlich mindestens einmal täglich gegossen werden. Während Hitzewellen, die heutzutage immer häufiger auftreten, kann sogar zweimal tägliches Gießen notwendig sein.
Der Grund dafür ist, dass Blumenampeln nur eine begrenzte Menge Erde enthalten und den Pflanzen daher weniger Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Besonders wenn sie Sonne und Wind ausgesetzt sind, verdunstet das Wasser noch schneller.
Blühende Pflanzen können außerdem besonders durstig sein und benötigen regelmäßiges Gießen, um ihr Wachstum und ihre Blütenbildung zu unterstützen.
Im Sommer solltest du dir daher angewöhnen, deine Blumenampeln jeden Morgen zu kontrollieren. Gieße sie großzügig, bis überschüssiges Wasser unten aus der Ampel herausläuft. So stellst du sicher, dass die Feuchtigkeit das gesamte Wurzelsystem erreicht und nicht nur die oberste Erdschicht befeuchtet.
An besonders heißen Tagen oder während einer Hitzewelle solltest du die Blumenampeln am späten Nachmittag oder frühen Abend noch einmal überprüfen. Ist die Erde bereits wieder ausgetrocknet, kann erneutes Gießen notwendig sein.
Ob deine Blumenampel Wasser braucht, kannst du auch überprüfen, indem du sie vorsichtig anhebst. Fühlt sie sich leichter an als sonst, ist das ein Zeichen dafür, dass sie bereits viel Feuchtigkeit verloren hat und möglicherweise erneut gegossen werden muss.
Statt sich an einer bestimmten Temperatur zu orientieren, ist es sinnvoller, die gesamten Wetterbedingungen zu berücksichtigen. Als grobe Orientierung gilt jedoch:
Dabei handelt es sich allerdings nur um Richtwerte.
Ein sonniger und windiger Tag bei 21 °C kann eine Blumenampel beispielsweise schneller austrocknen als ein bewölkter, windstiller Tag bei 25 °C. Wind spielt eine besonders wichtige Rolle, da er die Verdunstung von Wasser aus der Erde und über die Blätter erhöht.
Auch die Größe der Blumenampel macht einen Unterschied. Größere Ampeln mit viel Erde können Feuchtigkeit in der Regel länger speichern als kleine, dicht mit blühenden Pflanzen bepflanzte Ampeln.
Am besten überprüfst du deshalb die Erde jeder Blumenampel individuell.
Am einfachsten lässt sich das überprüfen, indem du deinen Finger etwa 2–3 cm tief in die Erde steckst.
Fühlt sie sich in dieser Tiefe trocken an, solltest du gießen. Ist die Erde noch kühl und feucht, kannst du normalerweise noch etwas warten und sie später erneut kontrollieren.
Verlasse dich dabei nicht nur auf das Aussehen der obersten Erdschicht. Diese kann bereits trocken wirken, obwohl sich darunter noch ausreichend Feuchtigkeit befindet – insbesondere nach dem Gießen.
Auch die Pflanzen selbst geben Hinweise. Welke Blätter und Blüten sind ein deutliches Zeichen für Wassermangel. Idealerweise solltest du jedoch gießen, bevor die Pflanzen diesen Zustand erreichen.
Wenn deine Blumenampel am Ende des Tages regelmäßig welk aussieht, kann das darauf hindeuten, dass sie häufiger gegossen werden muss oder zu viel direkter Sonne ausgesetzt ist.
Der frühe Morgen ist normalerweise die beste Zeit zum Gießen. Dann sind die Temperaturen noch niedriger und es geht weniger Wasser direkt durch Verdunstung verloren. Gleichzeitig werden die Pflanzen für den Tag mit ausreichend Wasser versorgt, wenn sie aktiv Photosynthese betreiben und Wasser über ihre Blätter abgeben.
Bei extremer Hitze solltest du deine Blumenampeln am späten Nachmittag oder frühen Abend erneut überprüfen, da sie möglicherweise noch einmal etwas Wasser benötigen.
Vermeide es möglichst, während der heißesten Stunden des Tages zu gießen. Ein großer Teil des Wassers kann dann verdunsten, bevor es die Wurzeln erreicht.
Kurz gesagt: Ja. Gieße die Blumenampel gründlich. Wenn unten Wasser herausläuft, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die Feuchtigkeit die Erde durchdrungen und auch den unteren Bereich des Wurzelsystems erreicht hat – genau das ist das Ziel.
Übertreibe es allerdings nicht und gieße nicht so lange weiter, bis die Erde völlig durchnässt ist. Sie soll gründlich befeuchtet werden, anschließend sollte überschüssiges Wasser ablaufen können.
Läuft das Wasser sofort unten aus der Ampel heraus, ohne richtig in die Erde einzuziehen, kann das Substrat extrem trocken und wasserabweisend geworden sein. In diesem Fall hilft es, langsam und nach und nach zu gießen. So kann die Erde die Feuchtigkeit besser aufnehmen.
Ja, auch Blumenampeln können zu viel Wasser bekommen.
Das passiert vor allem dann, wenn das Wasser nicht richtig ablaufen kann. Wird eine Blumenampel zu stark gegossen, können die Wurzeln zu lange im nassen Substrat stehen. Dadurch steht ihnen weniger Sauerstoff zur Verfügung.
Überprüfe deshalb, ob die Abflusslöcher beispielsweise durch Untersetzer, Schalen oder Einlagen blockiert werden, denn auch das kann zu Staunässe führen.
Anzeichen für zu viel Wasser sind gelbe Blätter, schlaffe Stängel trotz feuchter Erde, Schimmel oder Algen auf der Oberfläche sowie ein unangenehmer, säuerlicher Geruch.
In schweren Fällen kann sich Wurzelfäule entwickeln.
Entscheidend ist daher: gründlich gießen, überschüssiges Wasser ablaufen lassen und die Erde anschließend leicht antrocknen lassen, bevor du erneut gießt.
In der Regel ja. Pflanzen, die direkt im Gartenboden wachsen, haben Zugang zu einem wesentlich größeren Erdvolumen, das Feuchtigkeit rund um ihre Wurzeln speichert. Blumenampeln verfügen dagegen nur über eine relativ kleine Menge Erde und benötigen deshalb mehr Aufmerksamkeit.
Da Blumenampeln außerdem von allen Seiten der Luft ausgesetzt sind und nicht von Erde umgeben werden, trocknen sie schneller aus und müssen häufiger gegossen werden.
Deshalb ist es sinnvoll, für Beete und Blumenampeln unterschiedliche Gießroutinen zu haben.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du verhindern, dass deine Blumenampeln zu schnell austrocknen.
Verwende beim Bepflanzen zunächst hochwertige Erde, die Feuchtigkeit gut speichern kann. Je nach Bedarf kannst du zusätzlich wasserspeichernde Materialien verwenden. Achte außerdem darauf, die Blumenampel nicht zu dicht zu bepflanzen. Eine üppig bepflanzte Ampel sieht zwar schön aus, doch wenn zu viele Pflanzen um eine begrenzte Menge Wasser konkurrieren, steigt der Gießbedarf deutlich.
Auch der Standort spielt eine Rolle. Blumenampeln in der prallen Sonne müssen in der Regel häufiger gegossen werden als solche im Halbschatten.
Wenn du im Sommer verreist, kannst du ein einfaches Tropfbewässerungssystem installieren oder jemanden bitten, deine Blumenampeln regelmäßig zu gießen. Besonders bei heißem Wetter ist das wichtig, denn schon ein oder zwei Tage ohne Wasser können kleinere Blumenampeln stark austrocknen lassen.
Es gibt keinen perfekten Gießplan, der für jede Blumenampel gleichermaßen funktioniert. Am zuverlässigsten ist es, die Feuchtigkeit der Erde regelmäßig zu kontrollieren und deine Gießroutine an die jeweiligen Wetterbedingungen anzupassen.
Je höher die Temperaturen steigen, desto häufiger solltest du deine Blumenampeln überprüfen – besonders bei viel Sonne und starkem Wind. Gieße morgens gründlich, kontrolliere die Pflanzen an sehr heißen Tagen später noch einmal und achte immer darauf, dass überschüssiges Wasser gut ablaufen kann.
Mit ein wenig regelmäßiger Pflege belohnen dich deine Blumenampeln den ganzen Sommer über mit gesundem Grün und vielen farbenfrohen Blüten.